Ein Energiekonzept für 20.000 Quadratmeter
Wo früher Autos vom Band liefen, entsteht heute der VGP Park grEEn Campus: die neue Stellantis-Europazentrale in Rüsselsheim am Main. Der Bürokomplex umfasst rund 20.000 Quadratmeter Fläche. Beheizt und gekühlt wird er über ein terrathech-Absorberfeld gleicher Größe.
Die Anlage deckt eine Heizlast von 280 Kilowatt und eine Kühllast von 420 Kilowatt. Im Winter liefert das Erdreich die Wärme für die Wärmepumpen, im Sommer nimmt es die Wärme aus den Gebäuden wieder auf, passiv und aktiv. 468 Absorber machen das möglich.
Projekt im Überblick
Die Besonderheit: kein Regen, keine Sonne
Aus Platz- und Zeitgründen liegt das gesamte Feld unter einem Parkhaus. Das gab es in dieser Form in Deutschland noch nicht. Normalerweise regeneriert sich ein oberflächennahes Absorberfeld von selbst: Sonne wärmt den Boden, Regenwasser versickert und bringt Energie mit. Unter einem Parkhaus fällt beides weg. Die Bewirtschaftung des Feldes muss deshalb vollständig über die
Regelungstechnik gesteuert werden. Das Zusammenspiel aus Wärmeentzug im Winter und Wärmeeintrag durch die Gebäudekühlung im Sommer hält die Quelle im Gleichgewicht. Genau diese Anforderung macht das Vorhaben zu einem der regelungstechnisch aufwendigsten Geothermieprojekte des Landes.
Eines der regelungstechnisch aufwendigsten Geothermie-Projekte,
die je in Deutschland gebaut wurden.
468
Erdwärmeabsorber
20.000
m² Absorberfeld
280
kW Heizlast
420
kW Kühllast
Gebaut in gut zwei Monaten, mitten im Winter
Der Zeitplan war eng. In etwas mehr als zwei Monaten entstand das komplette Feld auf einer Fläche von fast zwei Fußballfeldern: Vorfertigung der Absorbergruppen als 6er- und 7er-Module, Verlegen und Verrohren im Baufeld, dazu sämtliche Erdarbeiten. Und das bei Baustellenwetter mitten im Winter.
Geplant hat das Geothermiesystem das Planungsbüro PBS Energiesysteme, gebaut wurde es von Der Brunnenbauer. Neun befahrbare Verteilerschächte bündeln die Kreise des Absorberfeldes und bilden die zentralen Knotenpunkte der Anlage.


Fachpublikum auf der Baustelle
Am 25. März 2026 öffnete die Großbaustelle für einen Tag ihre Tore. Planer, Handwerksbetriebe, Rohrleitungsbauer und Wärmepumpenhersteller waren eingeladen, das Projekt aus der Nähe zu sehen: mit einem Vortrag von Ralf Mnich (PBS Energiesysteme) zur Planung und Funktionsweise des Gesamtsystems, der Besichtigung der Modul-Vorfertigung durch Der Brunnenbauer und einer Führung ins Baufeld.
Was das für Ihr Projekt bedeutet
Was hier auf 20.000 Quadratmetern funktioniert, ist im Kern dieselbe Technik wie auf einem Einfamilienhaus-Grundstück: Erdwärme aus 1,50 Metern Tiefe, ohne Tiefenbohrung, meist nur anzeigepflichtig. Der Absorber bleibt derselbe, nur die Anzahl ändert sich. Vom einzelnen Wohnhaus bis zum Campus mit 468 Absorbern.
Projekt auf dem Tisch?
Ob Gewerbeobjekt oder Wohnhaus: Wir prüfen, ob der terrathech Erdwärmeabsorber als Wärmequelle für Ihr Vorhaben in Frage kommt.
Oder anrufen: 02129 5653955